Tipps

 

Tanzstil


Es gibt viele unterschiedliche Tanzstile und wie das Wort “Salsa“ es schon richtig ausdrückt, verhält sich der Stil je nach Zutaten der Soße. Es gibt 2 grundsätzliche Stile und jeder muss sich ab einem tänzerischen Level zwischen den beiden Stilen entscheiden. Ich nenne sie hier „Linientanz“ und „Kreistanz“.


Beim Linientanz – z.B. New York Style – tanzt der Herr um die Frau und lässt sie geradlinig von einer Seite zur anderen Seite laufen. Dabei ist die Frau im Zentrum des Betrachters.


Der Kreistanz – z.B. Cuban Style – vollzieht sich, indem der Herr im Zentrum ist und die Frau kreisförmig um ihn herum geführt wird.


Im Internet gibt es genug Seiten und Informationen über die Salsa-Stile; deswegen gehe ich hier nicht ins Detail. Aber ich beantworte gerne eure Fragen nach einem meiner Tanzkurse oder bei einer Veranstaltung.


Der richtige oder beste Stil existiert nicht! Die Zutaten gibt jeder selber, je nach eigenem Geschmack hinein. Ob Salsa-Cubana, New York, Los Angeles, On1, On2 oder sonst noch etwas – auf den Tanzflächen ist genug Platz für alle Stile und die Vielfalt ist groß.





Musik


Die Salsa-Musik ist sehr vielfältig, kreativ und kommt aus allen Ländern der Welt. Diverse Instrumente wie Congas, Bongos, Clave oder Guiro machen im richtigen Zusammenspiel den typischen Salsa aus. Auch über die Geschichte der Salsa Musik gibt es einige Informationen im Internet, falls man sich mehr dafür interessiert.


Wichtig für den Tänzer ist, dass der Takt gefunden und auf diesem getanzt wird. Der musikalischen Vielfalt sind keine Grenzen gesetzt und dementsprechend sind die Stücke komponiert. Bei manchen Liedern ist der Takt klar zu hören und recht eindeutig. Bei anderen ist der Takt sehr schwer hörbar. Gerade bei schwer hörbaren Liedern muss man sich umso mehr mit der Musik beschäftigen und versuchen, die Instrumente zu isolieren bzw. die dominierenden Klänge als Anhaltspunkt zu nehmen. Leitinstrumente sind hier die Congas und die Clave.


Die Musik diktiert, wie getanzt wird. Es gibt Pausen oder stille Passagen, die im Tanz aufgenommen und umgesetzt werden sollten. Musikalische Höhepunkte oder klar hörbare Veränderungen sollten Veränderungen im Tanz mit sich bringen. Selbst anhand des Grundtaktes ist oft hörbar, ob das Stück die 1 und 5 oder die 2 und 6 betont, also ob on1 oder on2 getanzt wird.


Bei aller Beachtung der Musik ist auch hier höchstes Gebot, dass Salsa sehr viel Spass machen soll. Und wenn der eine oder andere sich on2 nicht wohl fühlt, kann genauso on1 getanzt werden.




Hygiene


Nicht alle sind sich bewusst, wie wichtig Hygiene ist. Aber die Erfahrung zeigt, dass das Hygiene-Empfinden für den Alltag hier nicht ausreicht. Deswegen lieber vorbeugen, sonst kann das zum Problem werden.


Es ist ganz normal, dass transpiriert wird...

Wenn Ihr zu einem Tanzkurs kommt oder zu einer Tanzveranstaltung ausgeht, solltet Ihr vorher duschen. Das Deo danach und eventuell ein paar dezente Tropfen Parfüm dürfen auch nicht vergessen werden. Natürlich ist das manchmal nicht ganz einfach. Die Zeit nach der Arbeit ist knapp bemessen und zu spät will man auch nicht kommen, aber ein Waschlappen und etwas Deo reichen oft aus. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass bestimmte Textilien selbst nach dem Waschen noch unangenehm riechen. Manchmal liegt es an der Art des Deos, aber auch die Wahl des richtigen Waschpulvers kann eine Rolle spielen. Achtet bitte darauf, dass sich nicht unangenehme Gerüche in der frischen Wäsche festsetzen.


Beim Tanzen kommt man sich sehr nahe und natürlich sollte man die Mundhygiene nicht vergessen. Ein Kaugummi hilft zwar, sieht aber beim Tanzen sehr bescheiden aus. Eine gute Lösung sind Minz-Bonbons oder Ähnliches, die guten Atem verleihen.





Platz auf der Tanzfläche


Jedem Paar steht bei Veranstaltungen und bei Kursen ein bestimmter Platz zur Verfügung. Die Hauptverantwortlichen auf der Tanzfläche sind die Männer. Ihr seid die Augen des Tanzes. Ihr bestimmt, wo es lang geht, wann die Dame dreht und wie weit bzw. eng getanzt wird. Es ist eure Aufgabe, die Führung so zu kontrollieren, dass es keine Zusammenstöße, Tritte oder andere Unannehmlichkeiten gibt. Gerade Anfänger neigen dazu, große Schritte zu machen und stecken damit einen Bereich ab, der eigentlich für 2 Paare reichen würde. Die guten Tänzer brauchen ihren Freiraum, um sicher die Doppel-, Dreifach- und Vierfach-Drehungen sowie knifflige Figuren zu tanzen.


Männer, es ist unsere Aufgabe die Tanzpartnerin sicher zu führen und Zusammenstöße jeglicher Art zu vermeiden. Es ist nicht einfach, sich auf seine neuesten Bewegungsmuster zu konzentrieren und gleichzeitig die anderen Paare zu beobachten. Aber auch diese Sache zu meistern, macht einen guten Tänzer aus.


Wenn es dann doch zu einem Tritt, Zusammenstoß oder Ähnlichem kommt, sollte die Reaktion immer freundlich sein. Auch wenn’s manchmal weh tut. Niemand tanzt aus Absicht so, dass es zu Störungen kommt und dementsprechend sollte man darüber stehen. Ein kleines freundliches „sorry“ ist nicht zu viel verlangt. Letztendlich hat jeder mal klein angefangen und sicher auch so dazu gelernt. Auf der Tanzfläche wird man bestimmt einen Bereich finden, wo man gut tanzen kann, ohne andere zu behindern.